logo

Plastikmüll im Aufstieg

Posted on

Der grüne Punkt ist ja bekanntlich (oder etwa nicht?) eine gelungene Wirtschaftslüge.

Beschäftigen wir uns daher einfach mit anderen sprichwörtlichen Wahrheiten:

 

„Mit denen ist nicht gut Kirschen essen“!

 

Wie wahr. Jedenfalls nicht mit diesen Kirschen, die es in unserem letzten Saisonspiel zu beherrschen galt. Dem einen gelang das mehr, dem anderen weniger.

Ein Punkt musste noch her, das gestaltete sich ganz schön schwer.

Die besagte Redewendung stammt aus dem Mittelalter, als Kirschen noch sehr teuer und selten waren und nur die Wohlhabenden sich diesen Luxus leisten konnten. Manchmal trafen sie sich auch zum gemeinsamen Kirschen essen. Ab und zu mischten sich bei diesen Treffen auch einfache Leute darunter, wenn allerdings die Reichen die ungebetenen Gäste entdeckten, wurden diese so lange mit Kirschkernen und -stielen bespuckt, bis sie flüchteten. Mit ihnen war also nicht gut Kirschen essen.
Was nicht heißen soll, dass die junge Kellinghusen/Wrist-Truppe sich irgendwie blöd verhielt oder unangenehm auftrat – im Gegenteil!. Aber sie waren heiß auf uns. Den noch nötigen Punkt zum zweiten Tabellenplatz gedachten Sie uns nicht zu schenken.

Lecker Eis gab`s also bei unseren netten Gastgebern nicht, dafür unsererseits aber wohl den berühmten Arsch auf demselben Grund, sozusagen mit „heißen Kirschen…..“

 

 

„Alter Schwede“

 

Der Große Kurfürst Friedrich Wilhelm warb nach dem dreißigjährigen Krieg alte schwedische Soldaten als Ausbilder für das preußische Heer an. Diese Soldaten waren so beliebt, dass man sie freundschaftlich mit „alter Schwede“ ansprach. Heute begrüßt man seine guten Kumpels mit „alter Schwede“.
Man kann die Redewendung aber auch anwenden, wenn man über etwas sehr erstaunt ist: Das waren wir dann wohl. Nicht unbedingt ausgezogen wie die Soldaten, aber doch siegeswillig war uns vorher schon bewusst, dass uns in diesem letzten entscheidenden Spiel kein Selbstgänger erwarten würde. Hatten die Jungs doch unseren unmittelbaren Konkurrenten aus Moorrege etwas unerwartet mit 9:4 nach Hause geschickt.

Aber „alter Schwede“: mussten sie es uns so schwer machen, diesen Punkt zu holen?

Doppel 1 versagte, Doppel 2 unglücklich, Doppel 2 überzeugend. Die erste Runde
Einzel hielten wir noch mit aller Kraft dagegen, dann wurde es richtig eng. Wie gut, dass Thommy und Muusch in der Einzelrückrunde noch die Nerven behielten…. .

 

 

„Klappe zu… oder da geht einem der Affe auf Grundeis“?

 

…Affe tot. Das sagt man wohl, wenn eine Sache erledigt und abgeschlossen ist. Doch wie es so oft bei Redewendungen der Fall ist, weiß man nicht mit hundertprozentiger
Sicherheit, woher diese Redewendung stammt. Eine weit verbreitete und plausible Vermutung ist, dass die Redewendung ursprünglich aus dem Schausteller- oder Zirkusgewerbe kommt. Zirkusse zeigten früher oft ein kleines Äffchen in einer Holzkiste am Kassenhäuschen des Zirkus, um die Menschen anzulocken. Affen waren damals nämlich eine der Hauptattraktionen im Zirkus. Starb der Affe, blieb die Kiste zu. Auch viele Schausteller auf Jahrmärkten verdienten ihr Geld damit, dass ein dressierter Affe in einer Bude bei einer geöffneten Klappe „Kunststücke“ vorführte. Starb der Affe, blieb die Klappe zu und es fand keine Vorstellung statt.

 

Ich persönlich fühlte mich ein wenig so wie ein Zirkusartist bei Benutzung dieser Plastikbälle. Nur dass meine Vorstellung keiner hätte sehen wollen.

„Wie tote Fliegen lagen sie dort am Bandenrande….“

 

 

„Abwarten und Tee trinken“

 

…hieß es dann zunächst einmal, was die Frage der zu erwartenden Gegner in der
Relegationsrunde betrifft. Man vermutet, dass diese Redewendung von der Mahnung an Kranke herrührt, Geduld zu haben und abzuwarten, bis eine Krankheit ausgestanden ist. Neben der Bettruhe hilft dabei Tee trinken und eben abwarten.
Sooo schlimm war`s dann zum Glück ja nicht bei uns mit der Nachwirkung des Kellinghusenspiels. Schließlich haben wir uns bei Stefan`s künftigen Stamm-Italiener gut gestärkt und ausgezeichnet gespeist .

Guten Willens also, sich mit den mehr oder minder fraglichen Plastikballqualitäten zu
arrangieren, besorgten wir uns Butterflies und Hallenzeit, bis dann die überraschende Meldung kam, dass keine Aufstiegsrunde stattfinden werde.

Also „außer Spesen nichts gewesen“? (diese Redewendung umschreibt ein Vorhaben, das nicht von Erfolg gekrönt wurde sondern nur Kosten oder Umstände verursacht hat. Oftmals verabschiedet man sich auch emotional mit diesem Satz von dem Misserfolg) – au contraire mon frere!!!!

 

Aufsteiger 2017/2018 in die Verbandsoberliga: SCM 1, Gratulation!

 

 

Jörg